Rezension des Konzerts mit dem Ensemble Klangkunst

Am Samstagabend fand in der Neckargartacher Peterskirche das von der Kulturschmiede veranstaltete Konzert mit dem Vokalensemble Klangkunst statt, das hier sein neues Weihnachtsprogramm „O magnum mysterium“ vorstellte. Das 2010 gegründete Ensemble setzt sich aus sechs Sängerinnen und Sängern aus ganz Deutschland zusammen, die sich an der Musikhochschule Stuttgart zusammengefunden haben und es sich zur Aufgabe gemacht haben, anspruchsvolle a-capella Literatur von der Renaissance bis zur Moderne in solistischer Besetzung zur Aufführung zu bringen. Nach einer kurzen Einführung durch Uwe Mettendorf zur Geschichte des Begriffs Advent präsentierten die Künstler im ersten Teil ihres Programmes Lieder von Komponisten der Renaissance, von Andreas Hammerschmidts „Machet die Tore weit“ bis zu Ausschnitten aus Heinz Schütz‘ „Geistlicher Chormusik 1648“. Der zweite Teil war zeitgenössischen Komponisten gewidmet wie z.B. Francis Poulenc mit Ausschnitten aus seinen „Quatre motets pour le temps de Noel“ und Gottfried Wolters „Maria durch ein Dornwald ging“. Mit dem sechsstimmig vorgetragenen „Kling, Glöckchen, klingelingeling“, das beim Publikum besondere Begeisterung hervorrief, wurde der dritte und letzte Teil mit bekannten und unbekannten Weihnachtsliedern eingeleitet. Beeindruckend war neben der Musikalität und Präzision der einzelnen Stimmen auch die Freude am Singen und stimmliche Präsenz der Künstler; ein Konzert das sowohl den Vortragenden als auch den Zuhörern große Freude bereitet hat.

Bericht – Delucchi

Am Freitag, den 11.11. fand das dritte diesjährige Konzert des Neckarmusikfestivals im Gemeindehaus der Kulturschmiede in Neckargartach mit dem italienischen Pianisten Emanuele Delucchi statt. Er hat seine Klavierausbildung am Paganini-Konservatorium in Genua sowie an der renommierten Klavierakademie „Incontri col Maestro“ in Imola mit Erfolg abgeschlossen und ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. International trat er als Solist sowie mit unterschiedlichen Kammermusik-Partnern und Orchestern auf. Sein Konzert bei der Kulturschmiede mit dem Titel „Trilogie der Drei“ war geprägt durch sein sehr temperamentvolles, zugleich aber einfühlsames Spiel. Gleich zu Beginn, mit Werken von Ferruccio Busoni, fesselte er sein Publikum durch sein nuancenreiches und kraftvolles Spiel. Das Gegenstück dazu bildeten „Gnossiennes“ von Eric Satie. Sein von Ruhe und Zurückhaltung geprägtes Spiel ließ geradezu die Melancholie eines trüben Novembertages durchschimmern. Beim letzten Stück, Variationen und Fuge von Max Reger über ein Thema von Telemann brannte Delucchi ein wahres musikalisches Feuerwerk ab. Die Ausdauer, Schnelligkeit, Impulsivität und Ausdrucksstärke seines Spiel verschlug einem den Atem. Ein wirklich außergewöhnliches und sehr anspruchsvolles Konzert, das mehr Zuhörer verdient hätte.

Neckarmusikfestival – Triologie der Drei

Am Freitag, dem 11. November 2016, 20.00 Uhr, ist das Neckarmusikfestival wieder zu Gast im Gemeindehaus Kulturschmiede. Der 1987 in La Spezia geborene klaviervirtuose Emanuele Delucchi ist international als Solist in zahlreichen Ländern aufgetreten und hat hierfür durchweg hervorragende Musikkritiken erhalten. Der Aktivität als Pianist stell er zunehmend die als Komponist zur Seite. Er gewann mehrere internationale Klavierwettbewerbe und wird an diesem Abend die Zuhörer mit Werken von Ferruccio Busconi, Eric Satie und Max Reger aufführen. Eintritt: 6,00 Euro.

Bericht – Martin Münch

Im Rahmen des Neckarmusikfestival 2016 veranstaltete die Kulturschmiede Neckargartach im Gemeindehaus Kultur-schmiede ein Konzert mit dem Pianisten Martin Münch. Unter dem Titel „Trilogie der DREI“ präsentierte er Werke von Satie, Reger und Busoni, die alle in diesem Jahr ein Jubiläum feiern. Am Anfang eines sehr vielseitigen Abends stand ein Werk von Max Reger, der den Künstler durch seine dichten Harmonien seit seiner frühesten Jugend geprägt hat. Der zweite Jubilar, Ferruccio Busoni, verkörpert in seinen Kompositionen die Äs-thetik der Jahrhundertwende. Die Stücke des dritte Jubilars, Erik Satie, unterscheiden sich von den beiden erstgenannten grundlegend, da sie als Vorläufer der Minimal Music anzuse-hen sind. Münch, der auch Komposition studiert hat, bindet in das Konzert auch mehrere Eigenkompositionen ein, die von seinen romantischen Klavierstücken bis hin zu den teils sehr expressiven „Valses nobles“ reichen, die er um die Jahres-wende 2015/16 komponiert hat und die hier zum zweiten Mal zur Aufführung kommen. Das anspruchsvolle Konzert wurde besonders durch die kenntnisreichen Einführungen und unter-haltsamen Anekdoten zu den einzelnen Stücken und den Komponisten aufgelockert. Das begeisterte Publikum bedankte sich durch lang anhaltenden Applaus. (gg)

Ankündigung – Neckarmusikfestival: Martin Münch

Martin Münch gastierte im Rahmen des Neckarmusikfestivals bereits 2015 erstmals bei der Kulturschmiede Neckargartach. Im Rahmen der diesjährigen Programmreihe präsentiert er auf dem Flügel die „Triologie der DREI“ mit Werken von Satie, Reger und Münch.

Termin: Freitag, 08. April, 20.00 Uhr, Gemeindehaus Kulturschmiede

Saalöffnung: 19.00 Uhr Eintritt: 6,00 Euro, Karten in den Filialen der Bäckerei Petershans, bei der Heilbronner Tourist Info oder unter info@akhkn.de