Bericht – Reise nach Südholland

In die Niederlande, dem Land der Windmühlen, Holzschuhe, Tulpen und des Kä-ses, führte der diesjährige viertägige Jahresausflug der Kulturschmiede Neckargartach. Mit einem bis auf den letzten Platz besetzten komfortablen Reisebus der Firma Hofmann ging es in den frühen Morgenstunden zügig dem Ziel entge-gen, denn schließlich wartete in Rotterdam, dem größten Seehafen Europas, bereits ein ultramodernes Ausflugsschiff für die 1-stündige Hafenrundfahrt. Der nächste Stopp fand im kleinen Ort Kinderdijk auf dem Polder Nederwaardt statt. Das dortige Freilichtmuseum gehört mit seinen 19 Windmühlen seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Übernachtet wurde in einem Hotel in Putten, direkt am Veluwemeer. Der nächste Ausflugstag begann mit einer aufschlussreichen Grachtenrundfahrt in Amsterdam, dem Besuch einer Käsefabrik und einem Mittagsaufenthalt in dem ehemaligen Fischerdorf Volendamm am Ijseelmeer. Danach führte die Tour vorbei an großflächigen Naturschutzgebieten über Enkhuizen, den 28 km langen Marker-meerdeich und Flevoland, die zwölfte und jüngste Provinz der Niederlande, nach Harderwijk. Mit einem Strandspaziergang an der Nordsee in Scheveningen, dem mondänen und größten Strandbad der Niederlande, begann der dritte Ausflugstag, bevor eine kleine Stadtrundfahrt durch Den Haag, unter anderem auch zum 1913 erbauten Friedenspalast, führte. Ein längerer Aufenthalt in Delft, einer der ältesten und schönsten Niederländischen Städte, beendete diesen Tag. Mit vielen positiven Eindrücken verließen die Reiseteilnehmer das Land der Oranje und kehrten nach einem Zwischenstopp in Köln am frühen Abend des vierten Tages wohlbehalten nach Neckargartach zurück. (um)

Bericht – Jahreshauptversammlung 2014

Harmonisch und konzentriert ging die 14. Jahreshauptversammlung der Kulturschmiede Neckargartach von statten. Der mittlerer weile 240 Mitglieder starke Heimat- und Kulturverein präsentierte auch im Jahr 2013 seine quantitativen und qualitativen Stärken. Neben der Teilnahme am Rosenmontagsumzug, der Hocketse mit der Ausstellung „100 Jahre Werner Spitzer“ und der Verlosung eines Quiltes sowie dem Weihnachtsmarkt, führte der Verein zahlreiche Veranstaltung, wie die Hobbykünstlermärkte zu Ostern und zur Kirchweih, zwei Kaffee-Nachmittage im Gemeindehaus, eine Ü30-Party, sechs Theaterveranstaltungen „Ein Engel auf Bewährung“ sowie die Konzerte „Harfe&Alphörner“ und „Yazzango“ mit großen Erfolgen durch. Ergänzt wurden die Aktivitäten durch vereinsinterne Veranstaltungen wie die 4-Tages-Ausflugsreise nach Erfurt, das traditionelle Adventsstündchen oder die Laubrechenaktion rund ums Gemeindehaus. Bei den turnusmäßig zweijährigen Teilwahlen zum Vorstand wurde Uwe Mettendorf als Vorsitzender, Hildegard Schreiber als Schriftführerin sowie Renate Militzer als Beisitzerin und Leiterin des Wirtschaftsausschusses in ihren Ämtern bestätigt. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Rita Hillebrecht, als Beisitzerin Silva Abekhon und als Technischer Leiter Jörg Sontopski neu gewählt. (um)

Bericht – Konzert mit Café del Mundo

Das preisgekrönte Flamenco-Nuevo-Duo „Café del Mundo“ gastierte Ende April im Gemeindehaus der Kulturschmiede in Neckargartach. Die beiden Gitarristen Jan Pascal und Alexander Kilian – kongenial unterstützt durch den befreundeten Saxophonisten Alberto Menéndez aus Bilbao – verzauberten ihr Publikum mit einer atemberaubend virtuosen und gleichzeitig hochemotionalen Klangvielfalt, die ihres gleichen sucht. Das Repertoire reichte von melancholischen Balladen und rhythmisch vielschichtigen Flamencos bis hin zu Jazzadaptionen von Chick Corea. Der größte Teil bestand jedoch aus selbst komponierten Stücken, inspiriert durch persönliche Erlebnisse von Jan Pascal. Die beiden Ausnahmegitarristen präsentierten sich als wahre Magier auf der Gitarre mit einer ungeheuren Präzision, einer enormen Spielfreude und einer unvergleichlichen Leichtigkeit der Instrumentenbeherrschung. Nach etwa zwei Stunden reiner Spielzeit ging ein Konzert zu Ende, das die begeisterten Zuhörer mit Standing Ovations dankten. Die Musiker revanchierten sich mit drei Zugaben in denen sie ihrer Lust zur Improvisation freien Lauf lassen konnten und damit der sowieso schon aufgeheizten Stimmung den letzten Kick gaben. Nach diesem Konzert war allen Anwesenden klar, der lange tot gesagte Flamenco lebt – und wie. (gg)

 

Linsabühne zu Gast in Nordheim

Die Theatergruppe der Kulturschmiede Neckargartach gestaltete in der neu renovierten Scheune der Weinstube Zinser einen sehr vergnüglichen Abend rund um ein den Stücken angepasstes Fünfgängemenue mit spritzigen Sketchen und Einaktern. Von einem äuserst gut gelaunten Publikum gab es reichlich Scenenapplaus zu den einzelnen Stücken. Die Schauspieler Christl Gebhard, Rita Hillebrecht, Monika Foss, Tanja Model, Paulina Kern, Martin Frey, Uli Stapf und Karlheinz Ziegler der „Linsabühne“ zeigten sich aber auch von ihrer besten Seite und liesen keine Langeweile aufkommen. Genauso inspiriert wie die Schauspieler war auch Thomas Zinser in der Küche und hatte immer den richtigen Gang zu den einzelnen Stücken parat. Durch den Abend führte Iris Maisenhelder und fand immer die richtigen Worte zu  den Genüssen für Gaumen, Augen und Ohren.

Die Idee, einen solchen Abend mit Wort und Kochkunst gemeinsam zu bestreiten entstand, wie könnte es anders sein, in Zinsers Besen bei einem guten Glas Wein. Der stürmische Schlußapplaus gab uns recht und ermutig zur Wiederholung. Wir von der Kulturschmiede Neckargartach kommen gerne wieder.(bm)

Bericht – Dollmann & Dollmann

„Mach mir (k)eine Szene“ heißt das neue Programm der in Ingolstadt lebenden Schauspielerin Christiane Dollmann, die am Flügel von ihrem Vater Dr. Jürgen Dollmann begleitet wird. Mit ihren schrillen Songs und scharfen Texten begeistert sie das Publikum im verkauften Gemeindehaus der Kulturschmiede Neckargartach. In ihren launigen Monologen von weinenden Männern und vibrierenden Frauen packt Christiane Dollmann das Publikum beim Schopf und lässt mit Gedichten von Hölderlin bis Heinz Erhardt sowie Jahrhunderte alten Zitaten aus dem Neuen Testament keinen kalt. Die teils unterhaltsame, teils komische, teils romantische und teils absurde Darbietung zeigt die große Wandlungsfähigkeit der Künstlerin, die sie auch im stilistischen Crossover der Songs von Jazz über Chanson bis Pop unter Beweis stellt. Die Palette reicht von „Cry me a river“ (Arthur Hamilton) über und „Der Leiermann“ (Schubert) bis „Ich weiß nicht zu wem ich gehöre“ (Hollaender) und „Ave Maria“ (Bach/Gounod/Noa). Die Begleitung am Flügel durch Dr. Jürgen Dollmann ist dabei meist sehr zurückhaltend aber immer perfekt. Mit ihrem überaus abwechslungsreichen Programm haben die beiden Künstler das Publikum nicht nur hervorragend unterhalten sondern auch zum Nachdenken angeregt. Es dankte ihnen mit langanhaltendem Beifall. (gg)