Bericht – Konzert „Duo für Streicher aus drei Jahrhunderten“

Am Samstagabend, dem 11. September, fand in der Neckargartacher Peterskirche das von der Kulturschmiede Neckargartach veranstaltete Konzert mit zwei Mitgliedern des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn statt, zu dem über 100 Zuhörer kamen.
Kathrin Brosi, 1.Geigerin im WKO und ihr Kollege, der Bratschist Götz Engelhardt, brachten besonders schöne und seltene Duos großer Violinisten aus drei Jahrhunderten zur Aufführung.
Den Auftakt bildete eine gefällige Komposition des böhmischen Geigers und späteren Donaueschinger Hofkapellmeisters Johann Wenzel Kalliwoda, gefolgt von einem wundervollen Meisterwerk für Violine und Viola, das W. A. Mozart für seinen Freund Michael Haydn unter dessen Namen komponierte.
Mit einer virtuosen „Passacaglia“ des Norwegischen Violinisten Johan Halvorsen, frei nach einem Thema von G. F. Händel, ging der erste Teil zu Ende.
Nach einer Pause bei Sekt, Wein und Kerzenschein im lauschigen Kirchhof begann der zweite Teil mit einem Duo für 2 Violinen des französischen Violonisten und Komponisten Jean-Delphin Alard.
Bei der Chaconne des Franzosen Jacques Aubert konnte man erleben, wie dieser die italienische Virtuosität dem französischen Musikgeschmack einverleibte.
Eine Sonate von Jean-Marie Leclair, einem der Begründer der französischen Violinschule, war der letzte Teil des Programms. Doch erst mit einer Zugabe ging das begeisternde und musikalisch anspruchsvolle Konzert zu Ende. Es hat nicht nur dem Publikum viel Freude und neue Eindrücke vermittelt, auch die beiden Künstler waren von der mitreißenden Atmosphäre und der guten Akustik sehr angetan. Nicht zuletzt wurden damit Kathrin Brosi und Götz Engelhardt auch zu ausgezeichneten Botschaftern des WKO.

Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung 2010

„15 Jahre heimatgeschichtliches und kulturelles Engagement, 10 Jahre eingetragener Verein, zugegeben ein noch junges Jubiläum, jedoch ein Zeitabschnitt, auf den wir alle zu Recht sehr stolz sein dürfen“, waren die einführenden Worte von Uwe Mettendorf, Vorsitzender der Kulturschmiede Neckargartach, anläßlich deren 10. Jahreshauptversammlung am Mittwoch, dem 14. April, im Gemeindehaus Neckargartach. Die Mitgliederzahl hat sich, entgegen dem langläufigen Trend der „freien Gestaltung seiner Freizeit ohne Bindung“ von 35 Gründungsmitgliedern im Jahr 2000 auf aktuell 218 mehr als versechsfacht. Schon allein dieser Mitgliederzuwachs ist ein Index für die Qualität dieses Vereins, dessen außerordentlich aktive, kreative und konstruktive Mitglieder sich als eine große Familie fühlen. Rund 150 Vorstands-, Wirtschaftsausschuss- und Koordinationssitzungen wurden seit 1995 durchgeführt, an über 100 sonstigen Treffen und Besprechungen teilgenommen, seit 2006 mehrere größere und kleinere Theaterveranstaltungen mit der eigenen Theatergruppe veranstaltet, 20 heimatgeschichtliche und 35 musikalische Veranstaltungen produziert, neun sonstige öffentliche und 31 vereinsinterne Veranstaltungen angeboten, sieben Bücher und, aktuell ein neuer Neckargartach Flyer, publiziert. Eine enorme Bilanz, die in diesem Themenbereich ihres Gleichen sucht.

Bericht – Weinachtstheater 2009

Drei Mal präsentierte die Theatergruppe der Kulturschmiede Neckargartach mit ihrem Regisseur Bernd Maisenhelder und großem Erfolg im Gemeindehaus Neckargartach ihr diesjähriges „Weihnachtstheater“. Bei den ausverkauften Veranstaltungen blieb kein Auge trocken und die zahlreichen Besucher erlebten rund 1 ¾ Stunden unterhaltsames Laientheater auf hohem Niveau.
 
In „Weihnachten allein zu Haus“ möchte das Ehepaar Lisa und Otto (Rita Hillebrecht und Martin Frey) dieses Jahr Weihnachten alleine in ihrer Wohnung verbringen. Da passt es, dass ihre Tochter Julia (Tanja Model) mit ihrem Freund Gerd (Torsten Steidel) in Urlaub fährt und Ottos Eltern (Christel Gebhardt und Karlheinz Ziegler) ausnahmsweise dieses Jahr nicht zu Besuch kommen. Deshalb hat sich Lisa auch entschlossen, am Heiligen Abend ihre Mutter Mina (Monika Foss) nicht aus dem Seniorenheim zu holen. Doch es kommt natürlich alles ganz anders, wobei auch Minas Latin Lover Albert (Herbert Dürrich), ihr unerwartet aus Amerika zurückgekehrter Bruder Franz (Ulrich Stapf) und ihre Altersheim-Freundin Klärle (Ilse Hötzer) ihren Teil dazu beitragen, dass es bei Lisa und Otto doch nicht so ruhig zugeht.
Nach einer Pause gab es mit dem Einakter „Summende Hummeln im Bauch“, gespielt von Ruth Bischoff und Uwe Mettendorf, die nächste Attacke auf die Lachmuskeln. In dem rund ½ stündigen Stück erlebt ein nicht mehr ganz so junges Brautpaar die Höhen und Tiefen ihrer Hochzeitsnacht. Es funktioniert nicht alles so, wie es geplant war.
Tanja Model und Karlheinz Ziegler präsentieren anschließend mit „Die Wanne“ die Neckargartacher Variante eines bekannten Sketches. 

Bericht – AKHKN in Leipzig

Leipzig trägt viele schmückende Beinamen, sei es Buchstadt, aufgrund der vielen hier ansässigen Verlage, der jährlich stattfindenden Buchmesse und der Deutschen Nationalbibliothek oder auch Bachstadt, da der wahrscheinlich grösste Komponist aller Zeiten, Johann Sebastian Bach, viele Jahre als Kantor in der Thomaskirche wirkte. Oft hört oder liest man auch das wohl wichtigste Attribut – „Heldenstadt“. Denn die Wende in der ehemaligen DDR hatte hier ihren Ursprung, es waren die immer grösser werdenden „Montagsdemonstrationen“, die ihr diesen Titel zu Recht einbrachten und die DDR gleichzeitig zu Grabe trug. Also viele Gründe für den Arbeitskreis Heimat und Kultur Neckargartach e.V. diese rund 540.000 Einwohner zählenden Universitätsstadt an der Weißen Elster, der Pleiße und Parthe, einen viertägigen Besuch abzustatten.

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Bericht – Uwe Woltmann in Concert

Die Kulturschmiede Neckargartach präsentierte am Samstag, dem 25. April, ein weiteres Konzert-Highlight im ausverkauften Evangelischen Gemeindehaus in Neckargartach.
 
Fingerstyle-Gitarrenkünstler Uwe Woltmann schlug vor seinem Publikum ein musikalisches Bilderbuch auf: perkussiv groovend wie beim Titel „What ?“ oder melancholisch-besinnlich bei „Thanks Mum“, einer Hommage an seinen größten Fan, beides Stücke der im Juni erscheinenden neuen CD. Immer wurde die Bandbreite seines musikalischen Könnens auf der Akustik-Gitarre deutlich.
In augenzwinkernden Anleihen des Bluegrass als auch bei George Harrisons „While my guitar gently weeps“ sowie einigen weiteren Kompositionen wurde Woltmann von Nicolaus Schädler am Akustikbass kongenial unterstützt. Dessen gefühlvolles und kreatives Spiel unterstrich und verstärkte die Instrumentalcharakteristik der Solo-Gitarre in besonderem Maße.
 
Daß bei Uwe Woltmann in seinen Konzerten neben seiner Spielfreude der intensive Kontakt zum Publikum an erster Stelle steht, wurde u.a. in einem musikalischen Quiz unterstrichen.
Humoristische Moderation und schauspielerische Einlagen wurden vom interessierten Publikum mit zahlreichen Lachern honoriert.
Erst nach mehreren Zugaben entließen die zahlreichen Besucher die beiden Musiker, um nach dieser musikalischen Seelenmassage den Abend im bewirteten Rahmen des Gemeindehauses ausklingen zu lassen.